Karambolagebillard

Die Bfr. Weitmar 09 e.V. haben sich sowohl dem klassischen und anspruchsvolleren Karambolagebillard verschrieben, als auch der amerikanischen Version dem Pool- oder Lochbillard. Während es dort 15 verschiedenfarbige Kugeln in Löcher an den Banden zu versenken gilt, wird Karambolage ohne Löcher, mit einer ganz anderen Absicht und nur drei Kugeln gespielt - einer weißen, einer gelben und einer roten. Ziel des Spiels ist, mit dem sog. Spielball die beiden anderen "Bälle" zu treffen.

Gelingt der Stoß, gilt eine Karambolage als ausgeführt und ein Punkt als erzielt. Solange er punkten kann, bleibt der Spieler am Tisch (oder Brett) und erhält sich die Chance, eine größeren Serie
zu erzielen. Erst wenn ihm ein Fehlstoß unterläuft, kommt der Gegner an die
Reihe. Dieses Prinzip zieht sich durch alle Spielarten (Disziplinen).

 

 

Die Freie Partie

Die Grundspielart ist die sogenannte Freie Partie, in der keine weiteren
Regeln vorschreiben, wie die Karambolage zu erfolgen hat. Auf diese Art
kann es passieren, dass ein Spieler in einer Aufnahme entweder gar keinen
Point oder eine Serie (mehrere Karambolagen hintereinander) erzielt - denk-
bar ist jede in der Partielänge enthaltene Zahl. Nehmen wir an, ein Spieler
benötigt bei einer Partielänge von 300 Points zehn Aufnahmen, um diese zu
erreichen, dann hat er einen Durchschnitt (Points dividiert durch Aufnahmen)
von 30 Bällen pro Aufnahme gespielt. Indem man sämtliche in einem Turnier erzielten Points zu-
sammenzählt und durch die gesamten Aufnahmen teilt, errechnet man den
sogenannten Generaldurchschnitt (GD) des jeweiligen Spielers in diesem
Turnier.

Weitere Spielarten

Neben der Freien Partie gibt es noch weitere Spielarten, die bestimmte
Vorschriften zur Ausführung der Karambolage auferlegen. In der Disziplin
Einband muss der Spielball mindestens einmal die Bande berührt haben, ehe
die Karambolage vollendet wird. Im Dreiband muss der Spielball - wie der
Name schon sagt - vor der Karambolage über mindestens drei Banden laufen.
Im Cadre schließlich werden auf dem Billardtisch Felder eingezeichnet, in
denen jeweils nur eine begrenzte Anzahl von Karambolagen erzielt werden
darf, ehe einer der beiden angespielten Bälle das Viereck wieder verlassen
muss. Als die für den Billard-Laien attraktivsten und spektakulärsten Diszi-
plinen gelten Einband & Dreiband, sowie Kunststoß, das durch seine Regeln aber aus dem
Rahmen der anderen Spielarten fällt. Beim Kunststoß müssen genau vorge-
gebene Figuren mit verschiedener Wertigkeit und Punktzahl gelöst werden,
wobei der Spieler jeweils drei Versuche zur Verfügung hat. Der nicht
fachkundige Zuschauer wird jene Spielart bevorzugen, bei denen die Bälle
den weitesten Weg zurücklegen und nicht die Freie Partie, in der Spitzenspie-
ler die Bälle auf engsten Raum zusammenhalten und viele Points erzielen
können (amerikanische Serie). Billardspieler allerdings wissen, dass jede Disziplin gleich schwer
ist, will man sie auf einem hohen Niveau spielen.

Das Spielmaterial

Queue heißt in der Fachsprache der "Billardstock", an dessen vorderster
Spitze ein Leder aufgeklebt ist. Spasseshalber wird dies auch "Schraubschläger" genannt! Queues gibt es - je nach Spielart - mit verschiedenem Gewicht und unterschiedlichem Durchmesser des Leders. Die
Billardkugeln bestehen heute - im Gegensatz zu früheren Tagen - nicht mehr
aus Elfenbein, sondern aus nicht so teurem, strapazierfähigem und eine
gleichmäßige Qualität gewährleistendem synthetischen Kunstharz. Die
Turniertische haben die Normalgröße von 2,84 x 1,42 Meter
Spielfläche. Diese Spielfläche und die Banden sind mit einem hochwertigen grünen Kammgarntuch bezogen. In die 40 Millimeter dicke und 600 Kilogramm (!) schwere Schieferplatte sind Heizdrähte eingearbei-
tet, die das darauf gespannte Tuch per Thermostat auf eine Temperatur von
33 bis 34 Grad erwärmen. Das nimmt die Feuchtigkeit aus dem Tuch und
verbessert den Lauf der Bälle.

Ein guter Billardspieler...

... muss zwar keine sportlichen Kraftakte vollbringen, aber eine ganze Reihe
verschiedener Eigenschaften besitzen: ein sicheres Auge, eine ruhige Hand,
gute Nerven, Konzentrationsfähigkeit, Trainingseifer, Phantasie und Vor-
stellungsvermögen für den Lauf der Bälle. Diese "Tugenden" allein machen
aber immer noch keinen Spitzenspieler. Wer sie in einem kraftraubenden
Turnier über mehrere Tage, an denen oft von morgens bis abends spät gespielt wird, ohne größeren Leistungsabfall umsetzen will, bei dem muss
auch die körperliche Verfassung stimmen. Kondition und Fitness stehen hier
in enger Beziehung zum mentalen Leistungsvermögen

Aktuelles

25.04.2010

Wolfgang Zenkner ist Europameister im Einband geworden. Ergebnisse findet man HIER Somit ist Wolfgang amt. Deutscher Meister, Europameister und Weltmeister. Das dürfte wohl eine einmalige Leistung im Deutschen Karambolsport sein. Herzlichen Glückwunsch lieber Wolfgang zu diesem Wahnsinns-Erfolg. MEHR

30.10.2009

Wolfgang Zenkner ist erneut Deutscher Meister im Einband. Damit konnte der Deutsche Rekordmeister im Einband seinen mittlerweile 12. DM Titel im Einband feiern. Keiner der Gegner hatte wirklich eine Chance gegen den Altmeister und Weltrekordhalter.

Nächster Termin:

 

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